Dividendenaktien

Vier Daten, die Sie als Value Investor kennen sollten


Historische Aufzeichnungen zeigen, dass mehr als 50 Prozent der langfristigen Aktienerträge aus Dividenden stammen. Wenn Sie über Wachstumsraten, zukünftige Cashflows, anstehende Patente, behördliche Zulassungen oder internationale Expansionen von interessanten Unternehmen nachdenken, beachten Sie bitte, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt, an der Börse Geld zu verdienen:


  • Entweder kaufen Sie günstig und verkaufen zu einem hohen Preis. Das ist die sogenannte „Buying Low, Selling High“-Methode.
  • Oder Sie investieren in starke Dividendentitel, die konstante Einnahmen garantieren.

Dividenden sorgen nicht nur für ein solches passives Einkommen, sondern sind auch ein starker Indikator für die wirtschaftliche Potenz und die Fähigkeiten des Managements


Die Dividende ist eine steuerpflichtige Zahlung, die vom Vorstand eines Unternehmens vorgeschlagen, auf der Jahreshauptversammlung beschlossen und vom Verwaltungsrat verkündet wird. Dividenden werden von deutschen Unternehmen meist jährlich, von US-amerikanischen Firmen in der Regel vierteljährlich in ausgezahlt. Die Dividendenrendite ist die jährliche Dividende dividiert durch den Aktienkurs in Prozent.

Es besteht für Aktionäre jedoch kein juristischer Anspruch auf eine Dividende

Und tatsächlich zahlen heute weniger Unternehmen Dividenden aus als noch vor 50 Jahren. In der Praxis sind die Unternehmen nur selten bereit, die Dividende zu reduzieren. Denn wird sie gekürzt, können Aktionäre rasch das Vertrauen verlieren. Dividenden dienen also immer auch der Imagepflege.

Unternehmen, die eine lange Geschichte der Dividendenerhöhung aufweisen können, sind in der Regel eine gute Investition.

Denn sie haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, den Cashflow zu erhöhen, um Dividendenzahlungen überhaupt zu ermöglichen.

Es gibt vier wichtige Daten, die Sie als Anleger in Sachen Dividenden kennen sollten.


Das Deklarationsdatum: Der Tag, an dem der Verwaltungsrat die Dividende verkündet. Dies geschieht in der Regel durch eine Pressemitteilung.


Das Ex-Dividenden-Datum: Der erste Tag nach der Jahreshauptversammlung, an dem die Aktie ohne Dividende gehandelt wird. Wenn Sie Aktien verkaufen und die Dividende erhalten möchten, sollten Sie an oder nach diesem Datum verkaufen. Wenn Sie hingegen Aktien kaufen, müssen Sie spätestens einen Tag vor diesem Datum kaufen, um die Dividende zu erhalten.


Das Datum der Aufzeichnung: Um die Dividende zu erhalten, müssen Sie als Eigentümer der Aktien in den Unterlagen der Gesellschaft eingetragen sein. Wenn Aktien den Besitzer wechseln, dauert es rund drei Werktage, bis die Transaktion erfasst wird. Der Stichtag ist somit zwei Werktage nach dem Ex-Dividenden-Datum.


Das Fälligkeitsdatum: Der Tag, an dem die Zahlung in Ihrem Namen an Ihren Broker verschickt oder überwiesen wird. In der Praxis kann dies zwischen einer Woche und sechs Wochen nach dem Aufzeichnungsdatum variieren.


Zu verstehen, wie und warum Dividenden von Unternehmen ausgeschüttet werden, ist wesentlicher Bestandteil einer jeden erfolgreichen Aktienstrategie. Dividenden geben Ihnen als Anleger nicht nur zusätzliche Kaufkraft, sie können auch viel über die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens und seine Einstellung gegenüber den Aktionären aussagen.


In der aktuellen Ausgabe von AktienSCREEN haben wir das Aktienuniversum nicht nur nach Unternehmen durchforstet, die ihre Dividenden stetig steigern, den sogenannten Dividendenaristokraten. In einem mehrstufiges Screening-Verfahren haben wir die Unternehmen mit der attraktivsten Kombination aus hoher Dividenrendite und günstiger Bewertung herausgefiltert.


Heraus gekommen ist eine spannende Lektüre für jeden Value Investor.

Viel Erfolg bei der Kapitalanlage!

Ihre

Kerstin Franzisi

Chefredakteurin AktienSCREEN


P.S.: Auf unserem Blog bringen wir täglich neue Analysen und Kommentare, vermitteln Börsenwissen und Anlagestrategien. Es lohnt sich, regelmäßig vorbeizuschauen!


 


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Allein in Deutschland gibt es über 400 börsennotierte Unternehmen. In den USA sind es mehr als 4.000. Wie soll man da die lukrativsten Kandidaten für das eigene Portfolio finden?

Das ist die Frage, die uns Investoren – egal ob Privatanleger oder Börsenprofi immer wieder beschäftigt. Als überzeugte Value Investorin kommen für mich nur Aktien in Frage, die einerseits attraktiv unterberwertet sind, die aber gleichzeitig auch einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen.

Viele der erfolgreichsten Profi-Investoren, bedienen sich aufwendiger Screeningverfahren. Ihnen stehen kostspielige Profi-Datenbanken à la Bloomberg und Co zur Verfügung. Damit haben sie Mittel, das gigantische Aktienuniversum täglich nach den interessantesten Kandidaten zu durchforsten.

AktienSCREEN ist jetzt die Antwort für Sie

AktienSCREEN ist der Kapitalanlagebrief für Anleger mit Köpfchen. Er bietet Ihnen jeden Monat umfangreiche Stock Screens. Dabei kommen Sreening-Verfahren zum Einsatz, die Aktien mit Hilfe von Bewertungskennzahlen überprüfen, die auch Benjamin Graham und Warren Buffett überzeugen würden.

AktienSCREEN übernimmt für Sie die Suche nach den attraktivesten Aktienkandidaten

Es gibt erfolgreiche Anleger, die(fast) ausschließlich auf Screening-Methoden setzen und nach diesen Verfahren sozusagen ganz mechanisch investieren. Einer der bekanntesten mechanischen Invetmentansätze ist die von Investmentguru und Hedgefondsmanager Joel Greenblatt entwickelte „Magic Formula“ (dt. „Börsenzauberformel“). Sie filtert das Aktienuniversum nach zwei Kennzahlen, die Auskunft über die Kapitalrendite und die Gewinnrendite eines Unternehmens geben. Vor allem in Profi-Kreisen wurde diese Strategie seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2005 immer wieder heiß diskutiert. Doch was vom Namen her wie ein reines Zaubermärchen klingt, funktioniert langfristig wirklich. Zahlreiche Backtests angesehener Analysten haben dies bestätigt. Konsequent angewendet über einen sehr langen Zeitraum, konnte der Methode von Joel Greenblatt eine merkliche Outperformance gegenüber dem Markt bescheinigt werden.

Hier sind wir bei einem Punkt, der sehr wichtig ist, um das Prinzip solcher Screening-Verfahren und mechanischen Investmentstrategien zu verstehen. Es kann zwischendurch immer wieder Phasen geben, in denen eine bestimmte Strategie den Markt nicht schlägt. Langfrisig, „on the long run“ also, führen sie aber zum Ziel. Und das ist, auf was es uns Anlegern ankommt. Langfristiger Erfolg.


AktienScreen ermöglicht Ihnen


Mechanisches Investieren, wie es auch Profis anwenden

Es gibt vieles, was für mechanische Investmentstrategien spricht. Deshalb sind sie unter Profianlegern schon lange verbreitet. Sie sind - die Möglichkeit für das notwendige Screening vorausgesetzt - sehr einfach anzuwenden. Genau diese einfache Anwendung macht sie aber auch insbesondere für Privatanleger sehr gut geeignet.

Investieren ohne den Störfaktor „Emotion“

Durch das mechanische Vorgehen werden Emotionen außen vor gelassen. Oftmals sind es unsere Emotionen, die uns im Weg stehen, die richtigen Anlageentscheidungen zu treffen. Mechanische Value Investing Strategien konzentrieren sich rein auf das Zahlenwerk und filtern rein auf Basis von Kennzahlen unterbewertete Titel heraus. Es gibt kein emotionales Für und Wider zu einem Aktientitel.

Filtern eines sehr großen Aktienuniversums

Mittels Screening-Verfahen können Sie ein schier unendliches Aktienuniversum durchleuchten. Mit klassischer „Handarbeit“ ist das für einen Investor schlicht nicht zu schaffen. Screenings fördern somit Investmentkandidaten zu Tage, an die Sie sonst womöglich nie gedacht hätten. Entweder, weil Sie ein Unternehmen aufgrund Ihrer Emotionen von vornherein als Investmentkandidaten ausgeschlossen hätten, oder weil Sie das Unternemhen vorher gar nicht kannten.

Investieren ohne viel Stress und Aufwand

Mechanische Strategien wie die Magic Formula haben häufig strikte Regeln und Zeitpunkte, zu denen im Depot umgeschichtet wird. Bis dieser Zeitpunkt da ist, passiert im Portfolio nichts. Im Fall der Magic Formula wird beispielsweise nur einmal pro Jahr umgeschichtet, wenn das dann erneut durchgeführte Screening neue Ergebnisse liefert. Eine solche Vorgehensweise reduziert Ihren Anlagestress fast auf Null. Sie müssen nicht stündlich, täglich oder wöchentlich das Börsengeschehen verfolgen. Sie schichten stattdessen einmal im Jahr um. Sie haben damit viel mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens.

Selbst wenn Sie nicht ausschließlich nach einem solchen Screening-Verfahren vorgehen möchten, können Ihnen diese als sehr hilfreiche Suchstrategien dienen.

AktienSCREEN deckt gleich mehrere solcher Screening-Verfahren ab


„Magic Formula“, „Dividendenaristokraten“, „Die 10 Kriterien von Graham & Rea“ - nach diesen und weiteren bewährten Methoden, die Value Investoren anwenden, filtert AktienSCREEN das Aktienuniversum für Sie. Das Screening wird dabei von Prof. Max Otte und seinem Team mit größter Sorgfalt für Sie durchgeführt. In jeder Ausgabe von AktienSCREEN wird eine Methode besonders herausgestellt. Sie können immer verfolgen, wie sich die Kandidaten eines früheren Screenings zu dieser und den anderen Strategien seitdem entwickelt haben. Damit können Sie alle Screening-Verfahren, die der AktienSCREEN anwendet, transparent verfolgen.

Machen Sie es den Großen nach: Finden Sie mit Hilfe von AktienSCREEN immer wieder neue unterbewertete Aktien herausragender Unternehmen!


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Ihre Kerstin Franzisi
Chefredakteurin, AktienScreen


Testen Sie AktienSCREEN jetzt!

 

Screening-Strategien

Magic Formula nach Joel Greenblatt – Qualitäts- und Bewertungsfilter mit nur 2 Kennzahlen
 

Die Magic Formula ist eine der bekanntesten mechanischen Investmentansätze und Screening-Verfahren. Sie wurde von Hedgefondsmanager Joel Greenblatt entwickelt. 2005 veröffentlichte er in seinem Buch „The Little Book that Beats the Market“ erstmals die Grundprinzipien seiner Strategie und sorgte mit sehr beeindruckenden Renditeerfolgen in der Value Investoren- und Analysten-Szene für Aufruhr. Ein Jahr später erscheint sein Buch in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Die Börsenzauberformel„. Seine Strategie erhebt den Anspruch, mit nur 2 Kennzahlen diejenigen Unternehmen aus dem Anlageuniversum herauszufiltern, die gleichzeitig eine überdurchschnittliche Qualität und eine unterdurchschnittliche Bewertung an der Börse aufweisen. Diese beiden Kennzahlen sind die Gewinnrendite und die Kapitalrendite. Als Indikator für hohe Qualität zieht Joel Greenblatt eine hohe Kapitalrendite heran. Eine attraktive Bewertung sieht Greenblatt bei hohen Gewinnrenditen als gegeben an.

Illustration Rendite

Es werden die 30 Unternehmen mit der besten Kombination aus beiden Kennzahlen (hoher Gewinn- und hoher Kapitalrendite) ermittelt. Diese 30 Werte werden für genau ein Jahr in das Portfolio aufgenommen. Erst nach einem Jahr wird das Verfahren erneut angewendet und das Portfolio anhand der neuen Screening-Ergebnisse umgeschichtet.


Langfristige Outperformance – mit nur einmal Umschichten jährlich!

Joel Greenblatt gelang es, mit dieser Strategie zwischen 1988 und 2004 – also über einen Zeitraum von 16 Jahren – eine durchschnittliche jährliche Rendite von über 30 Prozent zu erzielen. Er wendete seine Formel dabei auf die 3.500 größten börsennotierten US-Unternehmen an. Der US-Aktienmarkt insgesamt legte im gleichen Zeitraum nur um jährlich 12,4 Prozent zu. Damit schnitt Greenblatt mit seiner Methode mehr als doppelt so gut ab, wie der Markt.

Nach Veröffentlichung von „The Little Book that Beats the Market“ wurde die Magic Formula in Analystenkreisen viel diskutiert. Der bekannte Value Investor und Staranalyst James Montier wies den Erfolg der Magic Formula auf internationaler Ebene nach. In einem aufwendigen Backtest untersuchte der diese Anlagestrategie für den Zeitraum 1993 bis 2005. Er wendete Greenblatts Strategie auf die Märkte Europa, Großbritannien und Japan an. Auch bei ihm lag die durchschnittliche jährliche Rendite des Magic Formula-Portfolios in allen drei Märkten deutlich über der annualisierten Marktrendite. In Europa hätten Anleger mit der Magic Formula im Untersuchungszeitraum eine durchschnittliche jährliche Rendite einfahren können, die satte 9 Prozent höher lag, als der Markt. In Japan lieferte die Magic Formula sogar eine Rendite, die um 10,8 Prozent höher lag, als die des Nikkei.

Dabei ist wichtig zu verstehen, dass es sich um eine annualisierte Rendite, d.h. die ermittelte durchschnittlich Rendite je Jahr handelt. Dies bedeutet, dass die tatsächliche jährliche Rendite davon deutlich abweichen kann. Mal lag sie höher, mal deutlich niedriger als dieser Durchschnittswert. Tatsächlich gab es auch Jahre, in denen die tatsächliche erzielte Rendite sogar unter der Marktrendite lag.

Dabei ist wichtig zu verstehen, dass es sich um eine annualisierte Rendite, d.h. die ermittelte durchschnittlich Rendite je Jahr handelt. Dies bedeutet, dass die tatsächliche jährliche Rendite davon deutlich abweichen kann. Mal lag sie höher, mal deutlich niedriger als dieser Durchschnittswert. Tatsächlich gab es auch Jahre, in denen die tatsächliche erzielte Rendite sogar unter der Marktrendite lag.


Illustration Zauberformel 1

Illustration Zauberformel 2


Die Magic Formula funktionierte also in manchen Jahren nicht. Dies wurde bislang in allen durchgeführten Backtest und auch von Joel Greenblatt selbst bestätigt. Langfristig angewendet, führte sie jedoch zu einer markanten Outperformance.


So funktioniert das Screening der Magic Formula konkret

Für jedes Unternehmen wird die Gewinnrendite und die Kapitalrendite, wie sie Joel Greenblatt definiert, ermittelt. Anschließend werden die Unternehmen zuerst nach absteigender Gewinnrendite sortiert, d.h. das Unternehmen mit der höchsten ermittelten Gewinnrendite steht an erster (oberster) Stelle und bekommt somit Rang 1. Das Unternehmen mit der zweitbesten Gewinnrendite erhält Rang 2 usw. Danach werden die Unternehmen auf die gleiche Weise nach absteigender Kapitalrendite sortiert und gerankt. In einem dritten Schritt werden bei jedem Unternehmen die Ergebnisse beider Rankings addiert und anhand des Gesamtergebnisses erneut sortiert. Das Unternehmen mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl erhält erneut Rang 1. Auf diese Weise werden die 30 Unternehmen mit der besten Kombination aus hoher Gewinnrendite und hoher Kapitalrendite ermittelt.


Das sind die Formeln der Magic Formula
 

1 .Die Gewinnrendite

Gewinnrendite = EBIT / Enterprise Value


Die Gewinnrendite (engl. Earnings Yield) setzt den Ertrag ins Verhältnis zum Unternehmenswert (engl. Enterprise Value). Als Ertragsgröße wird das EBIT verwendet. Der Enterprise Value ergibt sich aus dem Börsenwert (Marktkapitalisierung) plus Nettoschulden. Er gibt sozusagen den Marktpreis eines Unternehmens an, den ein Investor zahlen müsste, um das komplette Unternehmen zu kaufen und dessen Schulden auf einen Schlag tilgen zu können.

2. Die Kapitalrendite

Kapitalrendite = EBIT / (Sachanlagevermögen + Nettoumlaufvermögen)


Die Kapitalrendite (engl. Return on Capital) ermittelt die Rendite eines Unternehmens auf das von ihm eingesetzte Kapital. Anders ausgedrückt kann mithilfe der Kapitalrendite die Ertragskraft des Unternehmens bestimmt werden. Auch hier zieht Joel Greenblatt als Ertragsgröße das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) heran.

Joel Greenblatt zieht bei beiden Formeln als Ertragsgröße jeweils das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) an. Im EBIT sind nur die Erlöse aus der gewöhnlichen (operativen) Geschäftstätigkeit enthalten. Einmalige Sondereffekte, die sich positiv oder negativ auf das Nettoergebnis auswirken können, sind nicht enthalten. Auch da die einzelnen Unternehmen unterschiedliche Zins- und Steuersätze haben können, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern eine bessere Vergleichsgröße als der Nettogewinn.


Leicht verständlich und hoher Qualitätsanspruch – alles in einer Strategie

Das Prinzip der Magic Formula ist sehr leicht verständlich. Da nur einmal jährlich Transaktionen im Portfolio erforderlich sind, reduziert diese Methode zudem den notwendigen Aufwand zur Depotpflege auf ein absolutes Minimum. Da die Magic Formula nicht nur eine attraktive Bewertung aufspürt sondern auch den Faktor „Qualität“ berücksichtigt, eignet sich diese Strategie sehr gut für Privatanleger. Um ein großes Aktienuniversum zuverlässig nach den Kennzahlen von Joel Greenblatt filtern zu können ist jedoch der Zugang zu einer zuverlässigen Datenbank Voraussetzung. Eine Voraussetzung, die vielen Privatanlegern aber fehlt, da sie keinen Zugang zu einer Profi-Datenbank wie Bloomberg, Thomson Reuters etc. haben.

AktienSCREEN übernimmt das Screening nach der Magic Formula für Sie. Mehrmals im Jahr stellen wir Ihnen ein aktuelles Magic-Formula Screening vor. AktienSCREEN verrät Ihnen dabei nicht nur, welche 30 Aktien diese Strategie aktuell als die besten Werte zu Tage fördert. Sie können auch transparent verfolgen, wie sich die Titel früherer Magic-Formula-Screens seitdem entwickelt haben.

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Strategie der Dividendenaristokraten – Aktien, die Ihnen jährlich steigende Dividenden bieten
 

Dividenden sind eine feine Sache. Mit dieser Ausschüttungsform werden Sie als Investor direkt am Unternehmensgewinn und wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Viele Aktientitel bieten ihnen auf diese Weise jährliche Dividendenrenditen zwischen 3 und 4 Prozent oder mehr. Diese Renditen von Aktientiteln sind damit schon alleine um ein Vielfaches höher, das die mickrigen Zinsen die sie (wenn überhaupt noch) auf Anleihen und Fest- oder Tagesgeldkonten erhalten. Und genau dies macht Aktientitel, die nicht nur jedes Jahr zuverlässig eine Dividende ausschütten, sondern diese auch noch jährlich erhöhen, besonders attraktiv. Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren ununterbrochen jährlich gesteigert haben, bezeichnet man in Fachkreisen als Dividendenaristokraten.

Illustration Wachstum


Viele dieser Unternehmen sind sehr große Unternehmen mit exzellenter Marktstellung. Dazu gehören unter anderem Coca Cola, Johnson & Johnson, McDonald‘s etc. Es sind Unternehmen, die eine beeindruckende Historie aufweisen. Sie sind Marktführer ihrer Branche und sind so aufgestellt, dass sie jede Krise meistern können und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in zehn oder 15 Jahren erfolgreich sein werden. Vor allem deshalb eigenen sich Dividendenaristokraten sehr gut für Anleger, die ihr Depot selbst managen möchten und denen es dabei einerseits auf hohe Sicherheit in Form möglichst großer und stabiler Geschäftsmodelle und andererseits auf zuverlässige und stetig wachsende Dividenden ankommt.

Bei der Strategie der Dividendenaristokraten stehen genau eine solch geforderte Konstanz und hohe Steigerungsrate der jährlichen Ausschüttung im Vordergrund. Ein Screening-Verfahren nach dieser Methode verschafft sofort einen Überblick, welche Unternehmen ihre Dividenden über den längsten Zeitraum hin weg gesteigert haben. Darunter wird auch der ein oder andere Hidden Champion sein, oder Unternehmen, die Sie noch gar nicht für ein Investment im Blick hatten. Auch wenn das Geschäftsmodell nicht anhand weiterer Kennzahlen direkt auf seine Qualität hin untersucht wird, lassen sich doch sehr relevante Rückschlüsse darauf schließen. Denn damit ein Unternehmen über einen sehr langen Zeitraum seine Dividenden immer wieder anheben kann, muss

  1. das Geschäftsmodell ziemlich stabil sein.
  2. ein gewisses Wachstum vorhanden sein.
  3. das Management zumindest einigermaßen im Sinne der Aktionäre handeln (und dies langfristig).

Die Dividendenstrategie funktioniert

Die Dividendenaristokraten-Strategie ermöglicht ein Depotmanagement mit äußerst ruhiger Hand. Viele US-Titel schütten zwar vierteljährlich eine Teildividende aus, die meisten Unternehmen zahlen die Dividende aber immer noch in einem Betrag also einmal jährlich. Damit Sie als Anleger bei jedem Titel innerhalb eines Jahres auch die maximal mögliche Ausschüttung erhalten, empfiehlt es sich, alle Werte auch ein Jahr im Portfolio zu halten. Ein anschließend erneut durchgeführtes Screening-Verfahren identifiziert, ob die zuvor ausgewählten Titel ein Jahr später immer noch die absoluten Dividendenkönige sind, oder ob es Tauschkandidaten gibt.

Die Analysten A. Williams und M. Miller haben die Strategie der Dividendenaristokraten im Jahr 2013 für den Zeitraum 1990 und 2010 mittels eines Backtests überprüft. Sie kamen auf eine Outperformance von 6,45 Prozent pro Jahr. Auch andere Analysten wie T. Hahn und F. Jacobs kamen zu ähnlichen Ergebnissen und konnten der Strategie ihren Erfolg bescheinigen. Nimmt man heute an, dass Aktienmärkte durchschnittlich eine jährliche Rendite von 6 Prozent bieten, würde dies bei der Dividendenaristokraten-Strategie eine durchschnittliche jährliche Rendite von 12 Prozent und mehr bedeuten. Dies würde eine bedeuten, Sie könnten so ungefähr alle sechs Jahre Ihr Portfolio verdoppeln.

Beispiel: Dividendenaristokrat Anheuser-Busch InBev

Schon vor der SABMiller-Übernahme war AB InBev die weltweite Nr. 1 unter den Brauereibetrieben. Mit dem Aufkauf der bisherigen Nr. 2 auf dem Markt konnte das belgisch-amerikanische Unternehmen diese Position noch weiter ausbauen. Das Markenportfolio umfasst mehr als 150 Positionen und ist das entscheidende Asset des Konzerns. Mehr als ein Dutzend Marken werden aktuell mit einem Wert von 1 Mrd. USD und mehr bewertet. Die globalen Top-Seller sind Budweiser, Stella Artois und Corona. Im deutschsprachigen Raum sind mitunter Marken wie Beck’s, Franziskaner und Löwenbräu mit von der Partie.


Illustration ABinBev

Neben der guten Geschäftsentwicklung hat sich AB InBev auch als Dividendengarant längst bewährt. In seiner heutigen Form existiert das Unternehmen seit 2008 – durch den Zusammenschluss des amerikanischen Brauereikonzerns Anheuser-Busch mit dem belgischen Brauereigruppe InBev. Seitdem schüttet das Unternehmen ununterbrochen eine Dividende aus, die zudem regelmäßig erhöht wird. Bezieht man die Vorgängerunternehmen mit ein, reicht die Dividendenhistorie über 20 Jahre zurück. In den letzten fünf Jahren hob das Unternehmen die Dividende dabei im Schnitt um 24,6 Prozent je Jahr an.

Global gibt es immerhin rund 70 Unternehmen, die 25 Jahre in Folge oder länger ihre Dividenden gesteigert haben. Sucht man nach Unternehmen, die seit mindestens 20 Jahren ihre Ausschüttung steigerten sind es schon mehrere hundert Unternehmen. Noch größer wäre die Auswahl unter den Unternehmen, die seit immerhin 15 Jahren ihre Dividende erhöhten. Auffällig ist dabei, dass alle Listen deutlich von US-Unternehmen dominiert werden. Dies liegt schlicht daran, dass es in den USA die meisten börsennotierten Unternehmen gibt und sehr viele Unternehmen schon sehr früh an die Börse gingen.

Auch für die kommende Börsenphase sollten Sie mit Dividendenaristokraten gut fahren. Auch, wenn die Dividendenrendite für viele qualitativ hochwertige Aristokraten auf unter drei Prozent, teilweise unter zwei Prozent abgefallen ist. Da diese Unternehmen ja kontinuierlich die Dividenden gesteigert haben, kann es nur heißen, dass die Kurse gestiegen sind. Ganz billig sind viele Dividendenaristokraten damit nicht mehr. Einer langfristige Überrendite zum Markt sollte dennoch weiter drin sind.


So errechnen Sie die Dividendenrendite:

Die aktuelle Dividendenrendite errechnet sich, indem die Dividende je Aktie durch den aktuellen Aktienkurs geteilt wird. Als Investor können Sie Ihre eigene Dividendenrendite auf ihr investiertes Kapital immer ausrechnen, in dem Sie die Dividende durch Ihren ursprünglichen Kaufkurs dividieren. Manche Unternehmen schütten einmal jährlich aus, andere – vor allem viele US-Titel – schütten häufig quartalsweise aus. Um hier die Rendite für ein gesamtes Jahr ermitteln zu können, müssen Sie die vierteljährlichen Ausschüttungsbeträge entsprechend addieren.

AktienSCREEN übernimmt das Screening nach den besten Dividendenaristokraten für Sie. Mehrmals im Jahr stellen wir Ihnen unsere aktuellen Screening-Ergebnisse vor. AktienSCREEN verrät Ihnen dabei nicht nur, welche Aktien die höchsten Dividendensteigerungen bieten. Sie können auch transparent verfolgen, wie sich die Titel früherer Dividendenaristokraten-Screens seitdem entwickelt haben.

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Die 10 Regeln von Graham und Rea – Unterbewertete Unternehmen mit geringer Verschuldung und stabiler Bilanz

Mit den 10 Kriterien von Graham und Rea lassen sich attraktiv bewertete Unternehmen aus dem Anlageuniversum herausfiltern, die gleichzeitig eine geringe Verschuldung, eine solide Bilanz und wachsende Erträge aufweisen. Diese Kriterien wurden von keinem geringeren als Benjamin Graham, dem Urvater des Value Investing, gemeinsam mit James Rea entwickelt. Es handelt sich um zehn quantitative und messbare Kriterien, die der Bewertung, der finanziellen Lage und der Ertragsentwicklung eines Unternehmens auf den Zahn fühlen.

Während die Kriterien 1-5 die Bewertung der Aktien untersuchen, fühlen die Kriterien 6-8 der Finanzlage des Unternehmens auf den Zahn. Die Kriterien 9-10 schließlich, bewerten das Gewinnwachstum und dessen Stabilität.

Illustration Kriterien

Am Anfang forderten Graham und Rea, dass bei einem Unternehmen alle zehn Kriterien erfüllt sein müssen, um als Portfoliokandidat in Frage zu kommen. In der heutigen Zeit wird vor allem Kriterium Nr. 5 (Aktienkurs niedriger als zwei Drittel des Liquidationswertes) nur noch sehr selten erfüllt. Später haben Graham und Rea nur noch gefordert, dass von diesen 10 mindestens 6 Kriterien erfüllt sein müssen. Für jedes erfüllte Kriterium erhält ein Unternehmen 1 Punkt. Für die Aufnahme in ein Portfolio müssen also mindestens 6 Punkte erreicht sein.

  • Gewinnrendite mindestens doppelt so hoch als die Verfallrendite von AAA-Anleihen
  • KGV niedriger als 40 Prozent des höchsten KGVs der letzten 5 Jahre
  • Dividendenrendite mindestens so hoch wie 2/3 der Verfallrendite von AAA-Anleihen
  • Aktienkurs niedriger als 2/3 des materiellen Buchwerts
  • Aktienkurs niedriger als 2/3 des Liquidationswerts
  • Fremdkapital < Eigenkapital

  • Liquiditätsgrad > 2

  • Fremdkapital < 2-facher Liquidationswert

  • Durchschnittliches Gewinnwachstum pro Aktie >= 7 Prozent in den letzten 10 Jahren
  • Es gab in den letzten 10 Jahren maximal zwei Gewinnrückgänge > 5 Prozent

Die 10 Regeln von Graham & Rea im Backtest


Der Value Investor und Staranalyst James Montier untersuchte die Strategie in einem Backtesting-Verfahren für den Zeitraum 1992 bis 2010. Als Aktienuniversum diente dabei der MSCI World Index mit rund 1.600 Unternehmen. Im Schnitt erfüllten weniger als 3 Prozent der Unternehmen dieses Aktienuniversums mindestens 6 Kriterien. Zudem kristallisierte sich heraus, dass diese Kriterien vor allem dann Kaufsignale lieferten, wenn es große Markturbulenzen gab. Damit ein praxisnahes Portfolio entstehen konnte, konzentrierte sich das Analystenteam um James Montier auf die Erfüllung der Kriterien 1,3 und 6. In die günstigsten 10 Prozent dieser Titel wurde dann investiert. Das auf diese Weise zusammengestellte Portfolio erzielte eine Mehrrendite von 300 Prozent gegenüber dem Gesamtmarkt. Es zeigte sich zudem, dass Aktien, die kein einziges Kriterium erfüllten, extrem schlechter performten als der Markt.


Sal. Oppenheimer fand bereits 1984 einen positiven Zusammenhang zwischen den 10 Kriterien von Graham und Rea und deren Folgerenditen heraus. Die Regeln 1,3 und 6 haben in den USA zwischen1974 und 1981 den Gesamtmarkt um 12 Prozent je Jahr übertroffen.


Die jährlichen Überrenditen, die in sämtlichen Backtesting-Verfahren bescheinigt werden konnten, machen die 10 Kriterien nach Graham und Rea äußerst attraktiv für Anleger. Da hier 10 Kriterien für ein möglichst großes Aktienuniversum zu überprüfen sind, ist die Strategie nur mit Zugang zu einer Profi-Datenbank wie Bloomberg etc. zu bewältigen.


Genau hier setzt AktienSCREEN für Sie an. Wir analysieren in regelmäßigen Abständen die Märkte USA, Europa und Japan, welche Aktienkandidaten die 10 Kriterien nach Graham & Rea erfüllen. Wir stellen Ihnen nicht nur mehrmals im Jahr die Ergebnisse unseres Screens vor sondern zeigen Ihnen auch transparent, wie sich die Kandidaten unseres letzten Screens seitdem entwickelt haben. Auf diese Weise können Sie jederzeit die Rendite dieser Strategie mitverfolgen.

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