Mr. Market und die Bitcoin-Blase

Was uns ein Getränkeunternehmen über die Krypto-Manie verrät


 

Der Markt ist irrational. Dies sehen wir momentan am deutlichsten beim Bitcoin.

Was viele Anleger, die gerade kurzsichtig auf den Zug aufspringen, um das schnelle Geld einzustreichen, nicht beachten ist Folgendes:

Bitcoin ist nur eine von vielen möglichen Anwendungen der Blockchain-Technologie. Bitcoin und Blockchain sind nicht dasselbe. Bitcoin ist keine Blockchain. Blockchain ist nicht Bitcoin. Bitcoin nutzt zwar die Blockchain-Innovation, um ein elektronisches Zahlungssystem zu betreiben, aber zu Bitcoin gehört noch mehr…

Es ist wichtig, diesen Punkt zu betonen. Denn diese Begriffe zu verwechseln ist eine gezielte Taktik, die viele Profiteure des gegenwärtigen Hypes benutzen, um ein Publikum auszutricksen, das die Bitcoin-Blase sieht und glaubt, dass dies die nächste große Investitionsmöglichkeit sei.

 

Diese Methode ist leider zu oft zu effektiv

Es wird gezielt mit der Psychologie der Menschen gespielt. Anleger werden manipuliert, ihr oft irrationales Verhalten ausgenutzt. Das dafür vielleicht auffälligste Beispiel ist die Umbenennung von „The Long Island Iced Tea Corporation“ am 21. Dezember 2017 in „The Long Blockchain Corporation“.

Und jetzt schauen Sie sich bitte einmal diesen Chart an…

 

 

Prompt reagierte Mr. Market

Er roch das vermeintlich schnelle Geld und die Aktie des Unternehmens explodierte über Nacht förmlich. Der Kurs kletterte um 289 Prozent!

Aktuell steht das Papier bei rund 3,60 US-Dollar Das ist immer noch mehr als 170 Prozent des Kurses vor der Umbenennung.

Umsatz wird auch in Zukunft nur mit der Produktion von Eistee und Limonaden generiert – ab sofort eben von einer hundertprozentigen Tochterfirma.

Geändert hat sich ansonsten nicht viel. Hinzu kamen lediglich die zusätzliche Domain longblockchain.com, 1.000 neue Rechner, um sich am Bitcoin Mining zu beteiligen, sowie das neue Ticker-Symbol „LBCC“ an der NASDAQ. Vor einem Monat wurde eine Absichtserklärung abgegeben, nach der eine Kooperation mit Stater Blockchain Ltd., einem Technologieunternehmen mit Fokus auf das Brokerage, im Raum stehe. Echte Fortschritte in Sachen Blockchain-Technologie gibt es bis dato nicht zu vermelden.

 

 

Damit reiht sich der Eistee-Produzent in eine lange Schlange von Unternehmen ein, die durch bloße Namensänderungen und der Ankündigung fadenscheiniger Blockchain-Projekte kurzfristig ihren Aktienkurs pushen.

Es ist das gleiche Phänomen, das wir auch während der Dotcom-Blase beobachten konnten, als jedes Unternehmen, das „.com“ zu seinem Namen hinzufügte, seinen Aktienkurs in die Höhe treiben konnte.

 

Der Trick funktioniert immer wieder

Denn viele Anleger lassen sich von Techno-Sprache verblüffen, ohne dabei die Grundlagen zu verstehen oder einen Blick auf die fundamentalen Daten des entsprechenden Unternehmens zu werfen.

In der Behavioral Finance wird u.a. die sogenannte Verfügbarkeitsheuristik untersucht. Sie ist eine Faustregel, bei der Menschen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses anhand dessen einschätzen, wie rasch sie sich an passende Beispiel erinnern. Sie übergewichten dabei die Wahrscheinlichkeit eines seltenen Ereignisses, wenn entweder Beispiele leicht abrufbar sind oder wenn es kurze Zeit vorher ein ähnliches, sehr publikumswirksames Ereignis gab.

Begriffe wie „Bitcoin” und „Blockchain“ sind aktuell omnipräsent in den Medien – genauso wie vor 20 Jahren „.com“. Kein Wunder also, das der Umbenennungstrick auch diesmal funktioniert.

 

Auf gute Investments, 

Ihr

Max Otte

 

P.S.: Auf unserem Blog bringen wir täglich neue Analysen und Kommentare, vermitteln Börsenwissen und Anlagestrategien. Es lohnt sich, regelmäßig vorbeizuschauen!

 


 

 

Allein in Deutschland gibt es über 400 börsennotierte Unternehmen. In den USA sind es mehr als 4.000. Wie soll man da die lukrativsten Kandidaten für das eigene Portfolio finden?

Das ist die Frage, die uns Investoren – egal ob Privatanleger oder Börsenprofi immer wieder beschäftigt. Als überzeugte Value Investorin kommen für mich nur Aktien in Frage, die einerseits attraktiv unterberwertet sind, die aber gleichzeitig auch einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen.

Viele der erfolgreichsten Profi-Investoren, bedienen sich aufwendiger Screeningverfahren. Ihnen stehen kostspielige Profi-Datenbanken à la Bloomberg und Co zur Verfügung. Damit haben sie Mittel, das gigantische Aktienuniversum täglich nach den interessantesten Kandidaten zu durchforsten.

AktienSCREEN ist jetzt die Antwort für Sie

AktienSCREEN ist der Kapitalanlagebrief für Anleger mit Köpfchen. Er bietet Ihnen jeden Monat umfangreiche Stock Screens. Dabei kommen Sreening-Verfahren zum Einsatz, die Aktien mit Hilfe von Bewertungskennzahlen überprüfen, die auch Benjamin Graham und Warren Buffett überzeugen würden.

AktienSCREEN übernimmt für Sie die Suche nach den attraktivesten Aktienkandidaten

Es gibt erfolgreiche Anleger, die(fast) ausschließlich auf Screening-Methoden setzen und nach diesen Verfahren sozusagen ganz mechanisch investieren. Einer der bekanntesten mechanischen Invetmentansätze ist die von Investmentguru und Hedgefondsmanager Joel Greenblatt entwickelte „Magic Formula“ (dt. „Börsenzauberformel“). Sie filtert das Aktienuniversum nach zwei Kennzahlen, die Auskunft über die Kapitalrendite und die Gewinnrendite eines Unternehmens geben. Vor allem in Profi-Kreisen wurde diese Strategie seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2005 immer wieder heiß diskutiert. Doch was vom Namen her wie ein reines Zaubermärchen klingt, funktioniert langfristig wirklich. Zahlreiche Backtests angesehener Analysten haben dies bestätigt. Konsequent angewendet über einen sehr langen Zeitraum, konnte der Methode von Joel Greenblatt eine merkliche Outperformance gegenüber dem Markt bescheinigt werden.

Hier sind wir bei einem Punkt, der sehr wichtig ist, um das Prinzip solcher Screening-Verfahren und mechanischen Investmentstrategien zu verstehen. Es kann zwischendurch immer wieder Phasen geben, in denen eine bestimmte Strategie den Markt nicht schlägt. Langfrisig, „on the long run“ also, führen sie aber zum Ziel. Und das ist, auf was es uns Anlegern ankommt. Langfristiger Erfolg.

AktienScreen ermöglicht Ihnen

 

Mechanisches Investieren, wie es auch Profis anwenden

 

Es gibt vieles, was für mechanische Investmentstrategien spricht. Deshalb sind sie unter Profianlegern schon lange verbreitet. Sie sind - die Möglichkeit für das notwendige Screening vorausgesetzt - sehr einfach anzuwenden. Genau diese einfache Anwendung macht sie aber auch insbesondere für Privatanleger sehr gut geeignet.

Investieren ohne den Störfaktor „Emotion“

 

Durch das mechanische Vorgehen werden Emotionen außen vor gelassen. Oftmals sind es unsere Emotionen, die uns im Weg stehen, die richtigen Anlageentscheidungen zu treffen. Mechanische Value Investing Strategien konzentrieren sich rein auf das Zahlenwerk und filtern rein auf Basis von Kennzahlen unterbewertete Titel heraus. Es gibt kein emotionales Für und Wider zu einem Aktientitel.

Filtern eines sehr großen Aktienuniversums

 

Mittels Screening-Verfahen können Sie ein schier unendliches Aktienuniversum durchleuchten. Mit klassischer „Handarbeit“ ist das für einen Investor schlicht nicht zu schaffen. Screenings fördern somit Investmentkandidaten zu Tage, an die Sie sonst womöglich nie gedacht hätten. Entweder, weil Sie ein Unternehmen aufgrund Ihrer Emotionen von vornherein als Investmentkandidaten ausgeschlossen hätten, oder weil Sie das Unternemhen vorher gar nicht kannten.

Investieren ohne viel Stress und Aufwand

 

Mechanische Strategien wie die Magic Formula haben häufig strikte Regeln und Zeitpunkte, zu denen im Depot umgeschichtet wird. Bis dieser Zeitpunkt da ist, passiert im Portfolio nichts. Im Fall der Magic Formula wird beispielsweise nur einmal pro Jahr umgeschichtet, wenn das dann erneut durchgeführte Screening neue Ergebnisse liefert. Eine solche Vorgehensweise reduziert Ihren Anlagestress fast auf Null. Sie müssen nicht stündlich, täglich oder wöchentlich das Börsengeschehen verfolgen. Sie schichten stattdessen einmal im Jahr um. Sie haben damit viel mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens.

Selbst wenn Sie nicht ausschließlich nach einem solchen Screening-Verfahren vorgehen möchten, können Ihnen diese als sehr hilfreiche Suchstrategien dienen.

AktienSCREEN deckt gleich mehrere solcher Screening-Verfahren ab

„Magic Formula“, „Dividendenaristokraten“, „Die 10 Kriterien von Graham & Rea“ - nach diesen und weiteren bewährten Methoden, die Value Investoren anwenden, filtert AktienSCREEN das Aktienuniversum für Sie. Das Screening wird dabei von Prof. Max Otte und seinem Team mit größter Sorgfalt für Sie durchgeführt. In jeder Ausgabe von AktienSCREEN wird eine Methode besonders herausgestellt. Sie können immer verfolgen, wie sich die Kandidaten eines früheren Screenings zu dieser und den anderen Strategien seitdem entwickelt haben. Damit können Sie alle Screening-Verfahren, die der AktienSCREEN anwendet, transparent verfolgen.

Machen Sie es den Großen nach: Finden Sie mit Hilfe von AktienSCREEN immer wieder neue unterbewertete Aktien herausragender Unternehmen!

 

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Ihre Kerstin Franzisi
Chefredakteurin, AktienScreen

 

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